Schlössertour 2

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  Anläßlich des 46. Windorfer Abends gab es eine

                                                           Du bist der Besucher Nummer  Hit Counter  11.11.2010

 

 Schlössertour 2

4.11.2010

   
 

 

Teil 1


Das Windorfer-Abend-Team hat sich an mehreren Tagen auf den Weg gemacht und mehr als 20 Schlösser angefahren. Es sind Bilder geschossen, Informationen gesammelt und Videoclips gedreht worden. Alles das, und natürlich die vier eingeladenen Schloßbesitzer füllten den Inhalt an diesem Abend.

Einen ersten Eindruck gewinnt man aus der Powerpoint-Präsentation, die Heidi Bennewitz zusammengestellt hat.

Nach dem 'Klick' auf das rechts daneben stehende Bild kann man sie herunterladen und anschauen.

Voraussetzung: Der Powerpoint-Abspieler ist geladen!

 

 
   

Wir beginnen unsere Tour mit

Schloß Markkleeberg  - Herr Wolfgang Gerlach

Das Schloß war schon vor dem letzten Krieg im Besitz der Familie. Mit der DDR-Herrschaft verloren sie das Anwesen. Interessant ist auch, daß die frühere "Töpfer'sche Druckrolle" - ein Betrieb in der Buttergasse Großzschochers ebenfalls seit Generationen im Familienbesitz ist. Hier wurde, so Gerlach, das Geld verdient um sich in Markkleeberg das Herrenhaus leisten zu können.

Gerlach widmet sich in seiner freien Zeit gern den geschichtlichen Ereignissen der Völkerschlacht. Hier in der Region spielte sich das alles ab, hier wurde gekämpft, hier gab es Einquartierungen. Immer wieder treffen sich Uniformierte der unterschiedlichsten Nationalitäten, die Schlachten nachstellen oder sich einfach zum Biwak zusammenfinden.

 

 

   

Die Familie blieben während der Diktatur im Lande. Die meisten der anderen Schloßbesitzer riskierten das nicht.
Als erstes kauften Gerlachs das Torhaus zurück (Links im Bild zu sehen). Das eigentliche Schloß wurde dann später zurück erworben.

Ein schöner Garten mit vielen seltenen Rhododendren- und Azaleenarten ist ein besonderer Stolz der Familie.

 

     
   

 

Erster Tour-Abschnitt:

Nach Markkleeberg führte uns die Tour nach Taucha und dann weiter überEilenburg, Hohenprießnitz, Schönwölkau, Schnaditz, Bad Düben bis Zschepplin. Hier war unsere Kamera nicht gewünscht, daher kaum Bildmaterial.

Ein Zusammenschnitt der Videosequenzen bei YouTube hinterlegt ist hier zu sehen.

 

 

 

   

- von Taucha bis Zschepplin -

 
 

 

 

 

1285 erstmals erwähnt, war es 400 Jahre Rittergut. Dann kamen wechselnde Besitzer bis es nach 1945 in Volkseigentum überging und schließlich eine Gewerkschaftsschule beherbergte.
Für die Familie Geiger war es sicher auch eine Geldanlage. Sie kauften es 2006 und schon 2 Jahre danach wurde das Schloß wiedereröffnet.



 

  Eine Extra-Tour an dieser Stelle führt an den neu entstehenden Störmtaler See zum

   Schloß Güldengossa  - Frau Irene Geiger

Das Schloß Güldengossa besuchten wir auch vor sieben Jahren. Alles lag brach, keine Bewegung. Wenn man heute dahin kommt, entfährt einem schon das eine oder andere Ah und Oh!

Mit einem Festakt wurde das Schloß geweiht.

Nicht nur das Herrenhaus, auch die als Café ausgebaute Orangerie und wunderschöne Parkanlagen mit zwei Teichen laden zum Besuch ein.

Die Familie macht die Anlage öffentlich zugänglich und läd ein zu Schloßführungen und zu kulturellen Höhepunkten.

Geiger Edelmetalle ist der Winkungsbereich des Hausherren, Frau Geiger sorgt sich um Kultur und alles was um das Schloß passiert.
Ein Juwel, zu dem vielleicht bald noch ein zweites  hinzukommt: Schloß Wiederau. - Viel Erfolg.

   

           Teil 2

Zweiter Tour-Abschnitt:

Wir setzen wieder an der Mulde an. Auf der anderen Seite (wir waren zuletzt in Zschepplin) liegt Thallwitz. Über Nischwitz, Brandis, Wurzen und Trebsen  gelangten wir nach Döben.

Ein Zusammenschnitt der Videosequenzen, auf Facebook hinterlegt, ist rechts zu sehen.

 

 
 

                    Von Thallwitz bis Döben

 
 

 

 

1992 kehrte die Familie nach Döben zurück. Ein nicht leichtes Unterfangen. Was dort an Steinen noch aufeinander stand, ist nicht eben viel gewesen.

 
 

Schutt muß noch immer weggetragen werden und viele Schüler beteiligen sich an Grabungen und Freilegungen der alten Gemäuer.
Ziel ist zu bewahren und der Region ein kulturelles und vielleicht auch ein wirtschaftliches Zentrum zu geben, was es früher ja auch war.
Es gibt eine Homepage: www.doeben.de mit viel Bildmaterial.

 

 

 

Die Straße führt steil bergauf. Der Standort des Schoßgebiets liegt direkt am Abgrund. Und dort eröffnet sich ein weiter Blick in das Muldental.
Der letzte Besitzer vor der DDR-Diktatur war Karl v. Böhlau. Hier haben wir nun den Fall, daß die Familie Below, ein Seitenzweig der ursprünglichen Besitzer, nicht das Schloß (das war nach der Verwahrlosung in den 70ern gesprengt worden) aber eben das Gelände und die baulichen Reste zurück erwarb und sich dort niederließ.

Schloß Döben  -  Frau Dorothea von Below

Mit viel Enthusiasmus entsteht ein neues Bild. Gebäude, wie die Malztenne (oben), die alte Brauerei  und das Schweizerhaus (unten) entstehen neu. Sie bieten Wohnraum und Möglichkeiten für Veranstaltungen, die mit dem Freundeskreis gemeinsam organisiert werden.

  
 
Schlössertour zum 46. Windorfer Abend

stattGespräch | Myspace Video
  Dritter Tour-Abschnitt:

Wir bleiben an der Mulde.  Über Grimma, Sermuth, Podelwitz, Colditz und Bad Lausick gelangen wir bis nach Beucha an der Eula.

Ein weitere Zusammenschnitt von Videosequenzen, auf hinterlegt, ist links zu sehen.

    Von Grimma bis Beucha

 

Schloß Beucha  -  Familie Brandes

Ja, es gibt Beucha gleich zwei mal im Leipziger Umfeld. Bei Bad Lausick findet man das mit dem Schloß. Die Brandes sind eine Künstlerfamilie, deren Antrieb es war, das Berliner Großstadtgetümmel hinter sich lassen zu können.

Jana Klinger-Brandes und Wulf Gunter Brandes erlebten so manche böse Überraschung nach dem sie vielleicht etwas naiv an ihr großes Projekt "Rettung des Schlosses" herangegangen waren. Dazu kamen auch die vielen, unglaublichen bürokratischen Hürden, die man ihnen in straffer Folge in den Weg stellte. (Ähnliches hört man auch von anderen Schloßherren.)

Das Haus soll auch in Zukunft Platz bieten für Kultur und Kunst (beide sind Maler). Schloßführungen sind möglich.
Man kann gespannt sein, wie sich alles dort entwickelt. 

 

 

Der klassizistische Bau hat ein lange Reihe an Vorbesitzern. Erste Erwähnung fand der Herrensitz im Jahre 1225. Auch hier waren die DDR-Strukturen dem zuletzt sehr modern ausgestatten Haus (Heizung, Wassersystem, Aufzug) beinahe der Ruin... (Details unter www.schloss-beucha).

 

Lustig waren beim Gespräch die Erzählungen der beiden. Wahrscheinlich kann man das Ganze auch nur so verkraften. Alleine das Einrichten eines kleinen Cafes wird zum Behördenmarathon. Auflagen über Auflagen, die scheinbar nur den Zweck haben, zu verhindern. Warum eigentlich? Zugang zum Cafe soll der hintere Eingang des Schlosses sein. Er bietet einen schönen Blick in den Landschaftspark.

Herr Brandes ist inzwischen der Vorsitzende des Vereins privater Denkmaleigentümer in Sachsen. Hier tauscht man sich aus und berät sich, um mit den Unwegbarkeiten der Ämter besser zurecht kommen zu können.